Übersicht für Hilfsmittel-Apps bei Heise, Verbesserung für Sehbehinderte in iOS 7.1 und eine App für die Audiodescription für Filme

In Horus Aktuell, Ausgabe 32/2013, wurde heute Folgendes veröffentlich, das ich auch gerne an dieser Stelle weitergeben möchte:

„Bei Heise findet man einen recht nützlichen
Überblick zu Hilfsmittel-App“s für Blinde und Sehbehinderte. http://www.heise.de/ix/artikel/Smarte-Augen-2044548.html

Die meisten dort erwähnten Programme gibt es im App-Store.

Aus dem Hause Apple erreicht uns auch die gute Nachricht, dass die Design-Mängel, wie sie aus Sicht der Sehbehinderten in IOS 7 bestehen, mit der Version IOS 7.1 offenbar beseitigt werden. Die Beta-Version dieser Betriebssystemvariante wird dieser Tage an die App-Entwickler verteilt, weiß „teltarif“.

Einer dieser Entwickler, „debese“ heißt er, hatte eine richtig gute Idee, erfahren wir bei „mediabiz“. Er kreierte eine
App, die Audiodeskriptionen von Filmen verfügbar macht, http://www.mediabiz.de/film/news/smartphone-apps-fuer-barrierefreie-filme/340665,
und zwar im Kino – super!“

Quelle: http://www.dvbs-online.de/nl544.htm

Wie können Daisy- und normale Audiobücher mit der App Voice Dream Reader abgespielt werden?

Die App Voice Dream Reader, der Alleskönner im Bereich Lesen von Schrift- oder Audioinhalten

Die App Voice Dream Reader entwickelt sich immer mehr zum Alleskönner im Bereich des Lesens jeglicher Inhalte. Nachdem es bis jetzt schon möglich war unterschiedliche schriftliche Formate (z.B. PDF, Word, Pages, Webinhalte) über verschiedene Wege zu importieren (z.B. Dropbox, G-Drive, Evernote, Pocket, Instapaper, Gutenberg), kann die App ab der Version
2.9.2 nun auch Audio- und Textbücher im Daisy-2-Format und ganz normale mp3-Files importieren und abspielen bzw. die Textinhalte mit den verfügbaren Stimmen wiedergeben.

Da oft die Frage nach einem gut bedienbaren Daisy-Player für iOS-Geräte gestellt wird oder es oft unklar ist, wie Hörbücher auf iPhone und co gehört werden können bzw. was dafür nötig ist, soll dieser Text beschreiben, welche Schritte für den einfachen Import von Daisy- oder Audioinhalten, wie man sie z.B. von Hörbüchereien bekommt, nötig sind. Dabei werden die Inhalte zuerst auf einem Computer für den Import vorbereitet, dann mittels DropBox in die Wolke synchronisiert und anschließend aus der Wolke in den Voice Dream Reader importiert.

Technische Voraussetzungen

Folgende technische Voraussetzungen sind nötig, damit der unten beschriebene Weg zum Import von Daisy- oder Audioinhalten mit Hilfe eines Computers und DropBox in den Voice Dream Reader funktioniert:

  • Es wird Ein Konto beim Cloud-Anbieter DropBox benötigt, das kostenlose Konto mit 2 GB Speicher reicht völlig aus.
  • Der voice Dream Reader muss auf dem iOS-Gerät installiert und mit dem DropBox-Konto verknüpft sein. Die Verknüpfung mit dem DropBox-Konto kann in den Voice Dream Reader Einstellungen (Menü Einstellungen <> DropBox) festgelegt werden.
  • Auf dem Computer, mit dem der Import durchgeführt werden soll, muss die DropBox-Software installiert und mit dem DropBox-Konto eingerichtet sein, sodass Inhalte in die DropBox synchronisiert werden können
  • Auf dem Computer, mit dem der Import durchgeführt werden soll, muss ein Packprogramm installiert sein, dass zip-Archive erzeugen kann. Der Packer 7-Zip steht als kostenlose und quelloffene Software für alle Windows-Versionen zur Verfügung, auf dem Mac können zip-Archive ganz einfach über die Komprimieren-Funktion innerhalb des Kontextmenüs (VO + Shift + m) erzeugt werden.

Der Import von Daisy- bzw. Audioinhalten…, so funktionierts

Kurz zusammengefasst funktioniert ein Import von Daisy- oder Audioinhalten in Voice Dream Reader so, dass auf dem Computer die zu importierenden Inhalte in einem Ordner kopiert werden. Dieser Ordner wird zu einem zip-Archiv gepackt und in die DropBox hochgeladen und von dort innerhalb des Voice Dream Readers auf das iOS-Gerät heruntergeladen und anschließend automatisch importiert. Folgende Schritte müssen also im Einzelnen durchgeführt werden:

  1. Auf dem Computer wird ein neuer Ordner erzeugt. Dieser Ordner sollte einen sprechenden Namen erhalten, z.B. den Titel des zu importierenden Buches. Der Voice Dream Reader verwendet nach dem Import den Ordnernamen zur Anzeige in seiner Bibliothek bzw. Datenbank, alle Inhalte des Ordners werden im Voice Dream Reader als ein Buch behandelt.
  2. In den neu angelegten Ordner werden die Inhalte kopiert, die importiert werden sollen. Dabei sollten nicht mehrere Bücher gemischt werden. Bei Daisy-Büchern kopiert man alle zum Buch gehörenden Dateien, also sowohl die Audio-Files (*.mp3), als auch die Dateien mit den weiteren bzw. zusätzlichen Meta-Informationen. Soll ein Buch importiert werden, dass nur aus Audiodateien besteht, also nicht im Daisyformat vorliegt, ist darauf zu achten, dass die Dateinamen der richtigen Reihenfolge des Buches entsprechen (001.mp3, 002.mp3, …, 010.mp3, 011.mp3, …, 100.mp3, 101.mp3, usw.).
  3. Der Ordner wird mit Hilfe des entsprechenden Archivierungsprogramms zu einem zip-Archiv gepackt. Unter Windows wählt man hierzu den Ordner aus und ruft die Archivierungsfunktion über das Context-Menü (rechte Windows-Taste) auf, mit Mac OS kann die Komprimierungs-Funktion innerhalb des Context-Menüs (VO + Shift + m) verwendet werden. Es funktionieren nur zip-Archive, andere Archivformate (rar, 7z, etc.) können nicht verarbeitet werden.
  4. Das erstellte zip-Archiv wird in die DropBox geschoben, also in den DropBox-Ordner auf dem Computer kopiert. An welcher Stelle man das Archiv innerhalb der Ordner-Struktur seiner DropBox ablegt, ist nicht wichtig, die Stelle sollte man sich jedoch für später merken :-).
  5. Nachdem der Kopiervorgang in die DropBox abgeschlossen ist, wird das Archiv automatisch in die Wolke synchronisiert. Dies kann, je nach Größe des Archives, einige Zeit dauern, der Fortschritt wird von DropBox angezeigt. Es muss gewartet werden, bis die Synchronisation vollständig abgeschlossen ist.
  6. Nun wird auf dem iOS-Gerät der Voice Dream Reader geöffnet und innerhalb des Startbildschirms der „Hinzufügen“-Knopf betätigt, der sich in der linken unteren Bildschirmregion befindet. Es öffnet sich ein Menü, hier wird der Eintrag „DropBox“ gewählt. Daraufhin wird die Ordner- und Datei-Struktur der verknüpften DropBox angezeigt und es kann das gerade hochgeladene zip-Archiv gesucht und mit einem Doppel-Tap ausgewählt werden.
  7. Nun wird vom Voice Dream Reader automatisch der Import gestartet und das Archiv aus der DropBox heruntergeladen und importiert. Ist dieser Vorgang abgeschlossen, wird das Buch, wie alle bereits vorher importierten Inhalte, in der Voice Dream Reader App angezeigt und kann abgespielt werden. Bei Daisybüchern werden die Kapitel so angezeigt, wie dies mit Hilfe des Daisyformats festgelegt wurde, wurden reine Audioinhalte importiert, taucht jede Datei als einzelner Eintrag auf.
  8. Feedback und Anmerkungen

    Die von mir oben beschriebene Anleitung stellt für mein Verständnis die der Zeit einfachste Möglichkeit dar, Daisy- und Audiobücher auf ein iOS-Gerät zu kopieren und mit einer durch VoiceOver gut bedienbaren App, die Voice Dream Reader zweifellos ist, zu verwalten und abzuspielen. Dasselbe gilt natürlich auch für schriftliche Inhalte, wie z.B. eBooks oder PDFs. Der Weg über DropBox wurde von mir deshalb gewählt, weil die anderen Möglichkeiten, also z.B. iTunes, meiner Meinung nach den Import wieder verkompliziert hätten…, viele blinde Nutzer meiden iTunes wo sie nur können, da diese Anwendung, vor allem unter Windows, sehr unübersichtlich und kompliziert zu nutzen ist.

    Jegliches Feedback zu dieser Anleitung, egal ob negativ oder positiv, würde mich sehr interessieren, nur dadurch kann ich die Anleitung noch verbessern oder um vergessene Punkte ergänzen. Gerne kann für eine Rückmeldung die Kommentarfunktion oder das Kontaktformular dieser Seite genutzt werden!

Nachlese zum Münchner Apple-Treff vom 07.11.2013BBSB,

Während des letzten Münchner Apple-Treffs am Donnerstag, 07.11.2013, kam mehrmals der Wunsch auf, doch nochmal die Links und einige Stichpunkte zu den Apps zu schicken, die vorgestellt wurden. Dies möchte ich nun gerne auch an dieser Stelle tun.

  • Light Detector:

    Diese App misst mit Hilfe der iPhone-Kamera die Helligkeit der Umgebung. Möchte man wissen, ob in einem Raum noch das Licht brennt, ob ein Gerät an- oder abgeschalten ist oder ob eine Leuchte an einem gerät blinkt oder konstant Licht abgibt, so kann diese App verwendet werden. Link zur App:

    https://itunes.apple.com/de/app/light-detector/id420929143?mt=8

  • Color Say:

    Diese App erkennt mit Hilfe der iPhone-Kamera Farben. Die Farben werden per Sprachausgabe angesagt, die Helligkeit der Farben kann über einen Beep-Ton deutlich gemacht werden. Die Farberkennung ist nicht perfekt, die Qualität des Ergebnisses hängt sehr stark von den Lichtverhältnissen und den Abstand ab, mit dem das iPhone vom zu erkennenden Objekt entfernt ist. Link zur App:

    https://itunes.apple.com/de/app/colorsay-hor-die-welt-in-farbe!/

  • TapTapSee:

    Mit Hilfe von TapTapSee können Fotos geschossen und der Bildinhalt anschließend erkannt werden. Das gemachte Foto wird hierzu an den Anbieter gesendet, dort findet eine halbautomatische Erkennung statt, die Bildbeschreibung wird anschließend zurück an die App gesendet und vorgelesen. Halbautomatisch meint, dass teilweise auch Menschen den Inhalt der Bilder beschreiben und die Erkennung nicht nur von Maschinen durchgeführt wird. TapTapSee war bis jetzt kostenlos, das hat sich jedoch leider geändert, mehr dazu weiter unten. Link zur App:

    https://itunes.apple.com/de/app/taptapsee-blind-visually-impaired/id567635020?mt=8

  • Text Grabber:

    Mit Hilfe von Text Grabber können Texte abfotografiert und anschließend erkannt und vorgelesen werden, auch eine anschließende Übersetzung in andere Sprachen ist möglich. Text Grabber ist also eine Texterkennungssoftware für unterwegs. Auch hier hängt die Qualität der Erkennung sehr stark von der Umgebungshelligkeit und dem Abstand beim Fotografieren des Textes ab, für vollblinde Menschen ist es deshalb oft schwierig, brauchbare Ergebnisse zu erhalten :-(. Link zur App:

    https://itunes.apple.com/de/app/textgrabber-+-translator/id438475005?mt=8

So, und hier nun, wie bereits angesprochen, weitere Infos zu TapTapSee, das leider nun nicht mehr kostenlos ist. Bis jetzt war es möglich eine unbegrenzte Anzahl an Fotos über die App zu schießen und erkennen zu lassen, das hat sich nun geändert. Ab nun wird man nach einer Anzahl von 20 kostenlosen Probe-Fotos dazu aufgefordert, eine Art Abo abzuschließen. Es gibt zwei Arten von Abos. Entweder 100 Fotos für 7,99 Eur für einen unbegrenzten Zeitraum, oder eine unbegrenzte Anzahl an Fotos für monatlich 9,99 Eur. Ob einem die App das Geld für eines der Abos Wert ist, muss jeder selbst entscheiden, hinweisen möchte ich aber an dieser Stelle noch auf die folgenden beiden Apps, die evtl. genauso gut und der Zeit noch kostenlos sind (selbst habe ich sie noch nicht ausprobiert, vielleicht wär das ja mal was für eines der zukünftigen Treffen):

Auch die App OMoby, die ja einige von euch ebenfalls schon kannten, und die im Prinzip dasselbe wie TapTapSee kann, ist meines Wissens immernoch kostenlos, leider wird sie zur Zeit aber nicht mehr im deutschen iTunes-Store angeboten und ist deshalb für uns im Moment nicht oder nur über Umwege erhältlich :-).

OK, so viel zum letzten Termin, schauen wir nach vorne zum nächsten Treffen. am 5. Dezember, wieder um 18:30 Uhr in der Landesgeschäftsstelle des BBSB, Arnulfstraße 22, in München. Als Themenschwerpunkt für diesen Termin haben wir uns die folgenden beiden Apps vorgenommen:

  • DB Navigator von Deutsche Bahn<: https://itunes.apple.com/de/app/db-navigator/id343555245?mt=8

  • Abfahrtsmonitor von Witali Aswolinskiy:

    https://itunes.apple.com/de/app/abfahrtsmonitor/id412811098?mt=8

  • So viel in aller Kürze von mir, falls noch Fragen zu den oben angesprochenen Apps bestehen, ihr sonstige Vorschläge zum Apple-Treff habt, euch Themenwünsche einfallen, etc., meldet euch gerne bei mir über das Kontaktformular, oder kommt noch besser einfach zum nächsten Treffen :-).

    Apple-Stammtisch in München, so gehts weiter, Termin für den November

    Am 24. Oktober fand in der Landesgeschäftsstelle des BBSB der erste Münchner Apple-Stammtisch statt. Ca. 25 Personen sind zu diesem ersten Treffen erschienen und alle waren erfreut darüber, dass es endlich auch in München einen Anlaufpunkt für blinde und sehbehinderte Nutzer der iOS-Geräte von Apple gibt. Aus diesem Grund wird ab nun ein regelmäßiger Apple-Treff angeboten. Dieser wird an jedem ersten Donnerstag im Monat um 18:30 Uhr stattfinden und jeweils einen Themenschwerpunkt haben, trotzdem wird aber auch genug Zeit für Diskussionen und die Beantwortung persönlicher Fragen innerhalb der Runde sein.

    Der nächste Apple-Treff findet am 7. November, 18:30 Uhr statt, Treffpunkt ist wieder die Arnulfstraße 22 in München in der Landesgeschäftsstelle des BBSB. Themenschwerpunkt sind gut bedienbare und nützliche Apps speziell für Blinde und Sehbehinderte, also Licht-, Farb-, Text- oder Bilderkennung, etc.

    Neben dem regelmäßigen monatlichen Treffen ist weiterhin eine eintägige Veranstaltung für Neueinsteiger geplant, während der für die Personen, die gerade erst ein iPhone, ein iPad oder einen iPod erworben haben, die ersten Schritte mit VoiceOver und den Umgang mit dem neuen Gerät erklärt und der Einstieg erleichtert werden soll. Die Veranstaltung wird voraussichtlich an einem Samstag anfang 2014 stattfinden, der genaue Termin wird noch über die verschiedenen Kanäle bekannt gegeben.

    Und auch für die Personen, die noch kein iPhone oder ein anderes Gerät von Apple besitzen, sich aber gerne näher über die Möglichkeiten und die Bedienung und Zugänglichkeit der Geräte informieren möchten, ist ein extra Event vorgesehen. Während einer Abendveranstaltung, wie sie bereits einmal im letzten Jahr stattfand, werden iPhone, iPad und iPod gezeigt und das Bildschirmleseprogramm VoiceOver bzw. die Vergrößerungssoftware Zoom erklärt. Auch dieser Termin wird rechtzeitig über die verschiedenen Verteiler bekannt gegeben.

    Jeder Interessierte, egal ob Mitglied im bBSB oder nicht, egal ob blind oder sehbehindert, egal ob Anfänger oder bereits erfahrener Nutzer, ist herzlich zu allen Veranstaltungen willkommen!

    Bei weiteren Fragen zu allen Veranstaltungen des BBSB rund um Apple können Sie sich gerne an Christian Schöpplein wenden. nutzen Sie dazu bitte das Kontaktformular dieser Seite, oder wenden Sie sich an die Beratungsstelle der BBSBBezirksgruppe Oberbayern-München unter der Telefonnummer 089-55988-111 bzw. per Mail an muenchen@bbsb.org.

    Erster Apple-Stammtisch für Blinde und Sehbehinderte startet am 24. Oktober in München

    Auch in München wird es endlich, wie bereits z.B. schon länger in Berlin der Fall, einen regelmäßigen Apple-Stammtisch für Blinde und Sehbehinderte Nutzer von Apple-Geräten geben.

    Verwenden Sie ein iPhone, ein iPad oder einen iPod bzw. nutzen Sie ein Macbook von Apple? Haben Sie sich schon immer gefragt, wie man diese Geräte richtig und effizient bedient? Wollten Sie schon immer wissen, welche Apps für Blinde oder Sehbehinderte gut nutzbar sind, was es für Möglichkeiten gibt, diese Geräte auch als nützliche Hilfsmittel zu verwenden? Welche Navigations-Software gut funktioniert und wie man am besten Musik und Hörbücher auf die IOS-Geräte kopiert? Welche Apps machen Sinn und von welchen sollte man als blinder oder sehbehinderter Nutzer besser die Finger lassen, weil sie nicht zugänglich sind?

    Das und vieles mehr soll beim Apple-Stammtisch des Bayerischen Blinden- und Sehbehinderten Bundes besprochen, praktisch gezeigt und ausprobiert werden.

    Der Termin für das erste Treffen, bei dem es voraussichtlich vorrangig um die organisatorischen Rahmenbedingungen der weiteren Treffen gehen wird, ist der 24. Oktober um 19:00 Uhr. Treffpunkt ist die Landesgeschäftsstelle des Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbundes, Arnulfstraße 22, in 80335 München

    Der Apple-Stammtisch richtet sich vorrangig an Anwender, die ihr Gerät von Apple mit VoiceOver oder Zoom bedienen. Personen, die bis jetzt kein Gerät von Apple besitzen, sich aber für das Thema interessieren, sind natürlich ebenfalls immer herzlich willkommen bzw. sollten zum ersten Termin auf jeden Fall auch erscheinen, da bei entsprechender Nachfrage auch eine Einführungsveranstaltung nur für Interessenten organisiert werden kann.

    Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an die Beratungsstelle der BBSBBezirksgruppe Oberbayern-München unter der Telefonnummer 089-55988-111, schreiben eine Mail an muenchen@bbsb.org oder wenden sich über das Kontaktformular auf http://www.schoeppi.net direkt an Christian Schöpplein, der den Apple-Stammtisch organisiert.

    Neue iOS-App simuliert verschiedene Sehbehinderungen

    Mit dem Sehbehinderungssimulator SehBiS stellen die dkd Internet Service GmbH aus Frankfurt und der Blinden- und Sehbehindertenbund in Hessen e.V. (BSBH) gemeinsam eine kostenlose, deutschsprachige iOS-Applikation vor, die häufige Sehbehinderungen und Sehstörungen simuliert. So können sich auch Nicht-Sehbehinderte ein Bild davon machen, mit welchen Einschränkungen Sehbehinderte im Alltag zurechtkommen müssen.

    Was sehen Sehbehinderte bzw. was sehen sie nicht oder nur schlecht? Was genau ist ein Glaukom? Und wie wirkt sich eine Netzhautablösung auf meine ›Sichtweise‹ aus?

    Sich vorzustellen, was es heißt, sehbehindert zu sein, fällt Nicht-Sehbehinderten naturgemäß schwer. Dies soll sich mit der von der dkd
    Internet Service GmbH veröffentlichten iOS-App ›SehBiS‹ ändern. SehBiS ist ein kostenloser Sehbehinderungssimulator für das iPhone. Mit SehBiS lassen sich acht in Deutschland weit verbreitete Sehbehinderungen und Sehstörungen in jeweils drei Schweregraden simulieren.

    Zurzeit simuliert die App folgende Sehstörungen:

    • Diabetische Retinopathie,
    • Glaskörpertrübung,
    • Grüner Star
      (Glaukom),
    • Makuladegeneration,
    • Netzhautablösung,
    • Retinitis Pigmentosa,
    • Astigmatismus und
    • Grauer Star (Katarakt).

    Die iPhone-App SehBiS kann kostenlos über den Apple iTunes Store geladen werden:

    http://itunes.apple.com/de/app/sehbehinderungssimulator/id622511699?l=en&mt=8

    Gewinnspielaktion von BlindSquare zum Tag des weißen Stockes

    Der Entwickler von BlindSquare veranstaltet zum Tag des weißen Stockes, der jedes Jahr am 15. Oktober stattfindet, ein Gewinnspiel bei dem viele schöne Dinge rund um das iPhone abgeräumt werden können.

    Mehr zum Gewinnspiel und zur beliebten Navigations-App für Blinde gibts auf der BlindSquare Homepage unter http://www.blindsquare.com.

    Weitere Infos zum Tag des weißen Stockes findet man z.B. bei WikiPedia.

    Viel Glück beim Gewinnspiel!

    Mac OS in einer virtuellen Maschine installieren

    Allgemein

    Mit Hilfe von VMware Fusion lassen sich unter Mac OS X viele Betriebssysteme virtualisiert betreiben. Neben Windows oder Linux, kann auch Mac OS X virtualisiert werden, d.h. neben dem auf der echten Hardware installierten Mac OS (Host-System), lässt sich parallel ein zweites virtuelles Mac OS in einer virtuellen Maschine (Gast-System) starten. Warum und weshalb das sinnvoll sein kann, oder auch nicht, soll dieser Artikel beleuchten. Weiterhin wird beschrieben, wie sich Mac OS in eine virtuelle Maschine installieren lässt und welche Schritte dafür notwendig sind und was man bezogen auf VoiceOver als blinder Mac-Anwender beachten sollte.

    Vor- und Nachteile von Mac OS in einer virtuellen Maschine, was ist zu bedenken?

    Je nach Situation, macht die Virtualisierung von Mac OS bzw. eigentlich auch von anderen Betriebssystemen Sinn oder nicht. Im Folgenden einige allgemein gehaltene Punkte, die man als Vor- oder Nachteile der Virtualisierung von Systemen ansehen kann und die bedacht werden sollten:

    Vorteile:

    • Eine virtuelle Maschine kann zum Testen von Programmen, Updates usw. genutzt werden, bevor man die Software ins eigentliche produktive System installiert.
    • Virtuelle Maschinen können für ganz bestimmte Zwecke installiert und eingerichtet werden. So ist z.B. vorstellbar, dass eine virtuelle Maschine nur für das Surfen im Netz verwendet wird und dort alle nötigen und teilweise auch kritischen Programme installiert und aktiviert werden (Flash, Java), wohingegen in einer zweiten Maschine die Sicherheit im Vordergrund steht und diese z.B. nur fürs Online Banking verwendet wird.
    • Entwickler können in virtuellen Maschinen ihre Software testen, ohne das eigentliche Produktivsystem zu gefährden.
    • Virtuelle Maschinen lassen sich leicht kopieren und mitnehmen bzw. auf andere Systeme übertragen, dies kann z.B. für Schulungen sehr praktisch sein.
    • Virtuelle Maschinen lassen sich mit Hilfe der Snapshot-Funktionen der Virtualisierungssoftware schnell und einfach auf frühere Versionsstände zurücksetzen, falls dies benötigt wird.
    • usw.

    einige Nachteile können sein:

    • Je nach eingesetzter Virtualisierungssoftware müssen Updates, Patches, usw. für jede einzelne virtuelle Maschine eingespielt werden, d.h. es müssen auch mehrere Systeme gepflegt werden, was einen höheren Zeitaufwand mit sich bringt.
    • Sollen neben dem normalen Betriebssystem auch weitere virtualisierte Systeme betrieben werden, steigen die Anforderungen an die Hardware, mehr Plattenplatz ist nötig, mehr Arbeitsspeicher wird belegt. Diese höheren Anforderungen an die Hardware sind bei der Beschaffung zu beachten und sind auch meist mit höheren kosten verbunden.
    • Der gleichzeitige Betrieb mehrerer Systeme wirkt sich oft negativ auf die gesamte Performance des Systems aus, d.h. sowohl Host-System (wirkliches Betriebssystem auf echter Hardware, als auch gast-System(e) (virtuelle Maschine(n)) laufen ggf. nicht mehr so flüssig.
    • Speziell für blinde Anwender gibt es oft die Schwierigkeit, dass sich die screenreader des Host- und des Gast-Systems in die Quere kommen bzw. spezielle Tricks und Hacks angewendet werden müssen, damit die in den verschiedenen Systemen gestarteten Screenreader problemlos parallel genutzt werden können.
    • usw.

    Was wird zum Betrieb eines virtuellen Mac OS benötigt?

    Folgende Software wird zum Betrieb eines virtuellen Mac OS benötigt:

    • Eine Virtualisierungssoftware, in diesem Beitrag ist dies VMware Fusion. Eine kostenlose 30 Tage Demo dieser Software kann auf der VMware Fusion Produktseite heruntergeladen werden.
    • Die Installationsdateien für Mac OS, in diesem Beitrag wird Mountain Lion virtualisiert, die nötigen Dateien werden aus dem App Store geladen und die dazu nötigen Schritte weiter unten erklärt.
    • Genügend freier Plattenplatz und genügend freier Arbeitsspeicher, um eine virtuelle Maschine betreiben zu können. An Arbeitsspeicher sollten mindestens 4 GB im Mac verbaut sein, an freien Plattenplatz werden etwa 40 GB benötigt.

    Was ist in Bezug auf VoiceOver zu beachten?

    Wie bereits weiter oben angesprochen, kann der Betrieb virtueller Maschinen, in denen ein weiterer Screenreader zusätzlich zum Bildschirmleseprogramm des Host-Systems läuft, zu Problemen führen. Oft lässt sich einer der beiden screenreader nicht mehr vernünftig über die Tastatur steuern, wird unterbrochen, etc.

    Installiert man auf einem Mac mit gestarteten VoiceOver ein weiteres Mac OS in einer virtuellen Maschine und möchte man dort ebenfalls VoiceOver nutzen, so ist zu beachten, dass sich über die Tastatur an das System geschickten VoiceOver-Befehle auf beide Systeme auswirken. D.h. es sollte am besten immer nur ein VoiceOver gestartet sein, entweder im Host- oder im gast-System, damit sich die beiden VoiceOver-Instanzen nicht in die Quere kommen. Dies kann einfach bewerkstelligt werden, indem man in der Virtualisierungssoftware das Gast-System startet. Während diese virtuelle Maschine bootet, wechselt man mit CMD + Tab in ein anderes Fenster und beendet dort mit CMD + F5 das VoiceOver im Host-System. Anschließend wechselt man mit CMD + Tab zurück in das Fenster der Virtualisuerungssoftware und wartet dort entweder den automatischen Start von VoiceOver ab, oder startet VoiceOver manuell ebenfalls mittels CMD + F5.

    Hat man das Arbeiten mit VoiceOver in der virtuellen Maschine einmal begonnen, wirken sich auch alle anderen über die Tastatur eingegebenen Befehle so aus, als wäre man in einem echten Mac OS. D.h. CMD + Tab schaltet nicht mehr zwischen dem Fenster der Virtualisierungssoftware und den Fenstern im echten Host-System um, vielmehr bewegt man sich mit dieser Tastenkombination nun zwischen den einzelnen geöffneten Fenstern innerhalb der virtuellen Maschine. Es ist also nun nicht mehr möglich per Tastatur aus der virtuellen Maschine zurück ins echte System zu wechseln es sei denn, man fährt die virtuelle Maschine völlig herunter indem man sie über das Apple-Menü ausschaltet. Hier unterscheidet sich ein virtualisiertes Mac OS von anderen virtualisierten Systemen, bei denen ein Umschalten zwischen Host- und Gast-System mittels CMD + Tab normalerweise problemlos möglich ist, während eine virtuelle Maschine läuft.

    Ist das virtuelle Mac OS gestoppt, kann VoiceOver im echten Host-System wieder mit Hilfe von CMD + F5 gestartet werden.

    Dieses Vorgehen hört sich vielleicht erstmal kompliziert an, es funktioniert aber mit einiger Übung gut und hat den Vorteil, dass man sich ganz klar nur in einem System bewegt. Wenn ich doch noch eine Möglichkeit finde, wie man zwischen Host- und gast-System per Tastatur umschalten kann, werde ich den Artikel entsprechend aktualisieren.

    Installation der virtuellen Maschine mit Mac OS Mountain Lion

    So, nun genug der vorbereitenden Worte, los gehts endlich mit der Installation und Einrichtung der virtuellen Maschine mit Mac OS :-).

    Die Installation und Einrichtung unterteilt sich in drei große Teilbereiche, die im Folgenden genau beschrieben werden.

    Schritt 1: Herunterladen des Mountain Lion Installers über den Mac App Store

    Der Installer für Mountain Lion muss über den Mac App Store heruntergeladen werden, da wir ein Installationsmedium benötigen, auf dem sich das Betriebssystem, also Mac OS Mountain Lion, befindet. Dazu muss man Mountain Lion bereits über den App Store gekauft haben.

    Folgendermaßen kann der Mountain Lion Installer erneut heruntergeladen werden:

    • Öffnen des App Stores über das Apple-Menü.
    • Mit der Symbolleiste interagieren und dort den Schalter „Einkäufe“ auswählen.
    • Zum HTML-Bereich wechseln und mit ihn interagieren, die Einkäufe werden nach der Anmeldung am App Store, der über einen Link im unteren Bereich der HTML-Region zu finden ist, angezeigt.
    • Alle Einkäufe werden in einer Tabelle aufgelistet. Hier muss nun in die Zeile mit „OS X Mountain Lion“ navigiert werden. Ist man in dieser Zeile angelangt, befindet sich in der ganz rechten Spalte ein Schalter zum erneuten Laden des Einkaufs. Dieser wird mit VO + Leertaste ausgelöst, um das Installationspaket für Mountain Lion erneut herunter zu laden. Die Warnung bzw. Frage, ob man fortfahren möchte, obwohl Mountain Lion ja bereits auf dem Rechner installiert ist, bestätigt man mit „Weiter“, danach startet der Download. Der Status des Ladevorgangs kann in der vierten Spalte der Tabelle angesehen werden.
    • Nachdem der Download abgeschlossen ist, wird automatisch der Installer für Mountain Lion gestartet. Das dadurch geöffnete Fenster kann erstmal ignoriert werden, der Installer darf nicht geschlossen werden.
    • Z.B. über das Dock wird der Finder geöffnet und mit CMD + Shift + a in den Ordner mit allen installierten Apps gewechselt.
    • Im Apps Ordner suchen wir nun nach den Eintrag „OS X Mountain Lion Installation.app“, dies ist die Mountain Lion Installationsdatei. Diese Datei wird in den Downloads Ordner kopiert, um sie dort zu sichern.
    • Nachdem die Installationsdatei kopiert wurde, kann das noch laufende Installationsprogramm für Mountain Lion mit Hilfe von CMD + q beendet werden.
    • Falls sich die Installationsdatei für Mountain Lion noch im Apps Ordner befindet, manchmal wird diese automatisch durch das Installationsprogramm entfernt, kann diese Datei nun gelöscht werden, um Plattenplatz zu sparen.

    Der erste Schritt ist geschafft, die Mountain Lion Installationsdatei wurde heruntergeladen und im Downloads Ordner gesichert. Aus dieser Datei wird nun im nächsten Schritt das eigentliche Installationsimage kopiert, das von VMware Fusion für die Einrichtung des virtuellen Mac OS benötigt wird.

    Schritt 2: Herauskopieren des Installationsimages aus der Mountain Lion Installationsdatei:

    VMware Fusion braucht, wie jede echte Hardware auch, zum Installieren eines Betriebssystems einen Installationsdatenträger. Für Windows könnte dies die DVD mit den Windows-Dateien sein, für Linux sind dies z.b. ebenfalls die entsprechenden Installationsdatenträger. Da uns für Mac OS kein Installationsdatenträger vorliegt und VMware Fusion die gerade heruntergeladene und gesicherte Mountain Lion Installationsdatei nicht als Installationsdatenträger erkennt, muss der eigentliche Installationsdatenträger aus dieser Datei kopiert werden. Im Folgenden werden die dazu notwendigen schritte beschrieben:

    • Öffnen des Finders und Wechseln in das Download Verzeichnis mit Hilfe der Tastenkombination CMD + Wahl + l.
    • Dort wirddie gerade gesicherte Installationsdatei für Mac OS Mountain Lion ausgewählt.
    • Öffnen des Kontext-Menüs für diese Datei mittels VO + Shift + m.
    • Aus dem Kontextmenü wird der Eintrag „Paketinhalt zeigen“ gewählt, ein neues Fenster öffnet sich, die Dateien und Ordner, die sich im Paket befinden, werden angezeigt.
    • Hier wird nun, genauso wie im Finder, mit CMD + o der Ordner „Contents“ und anschließend der Ordner „SharedSupport“ geöffnet.
    • Innerhalb von „SharedSupport“ befindet sich die Datei „InstallESD.dmg“. Dies ist die Datei, die von VMware Fusion benötigt wird und als Installationsdatenträger verarbeitet werden kann. Mittels CMD +c wird diese Datei kopiert und anschließend das aktuelle Fenster mit Hilfe von CMD + w geschlossen, anschließend wird mittels CMD + v die gerade kopierte Datei im Downloads Ordner eingefügt.

    Der zweite Schritt ist geschafft. Der für VMware Fusion verwendbare Installationsdatenträger für Mountain Lion wurde aus der Installationsdatei in den Downloads Ordner kopiert und dort als „InstallESD.dmg“ gespeichert. Im nächsten schritt kann nun endlich die virtuelle Maschine eingerichtet werden.

    Schritt 3: Die virtuelle Maschine für Mac OS in VMware Fusion anlegen und die Installation starten

    Um eine neue virtuelle Maschine in VMware Fusion anzulegen und die Installation von Mac OS zu starten, wird folgendermaßen verfahren:

    • VMware Fusion starten.
    • CMD + n drücken, um den Assistenten für das Erstellen einer neuen virtuellen Maschine aufzurufen.
    • Auf den Schalter „Von Festplatte oder Image installieren“ navigieren und mit Enter bestätigen.
    • Im darauffolgenden Dialog den Schalter „Eine andere Festplatte oder anderes Festplatten-Image verwenden“ mittels VO + Leertaste auswählen.
    • Im nächsten Dialog die Datei „InstallESD.dmg“ im Downloads-Verzeichnis auswählen und öffnen. Nun ist diese datei der Installationsdatenträger für VMware Fusion und die Einrichtung und Konfiguration der neuen virtuellen Maschine kann fortgesetzt werden.
    • Im darauffolgenden Dialog können die Einstellungen der virtuellen Maschine nochmals angepasst werden, erstmal genügen aber auch die standardmäßig angebotenen Werte. Mit Hilfe des „Fertigstellen“-Schalters wird die Einrichtung der virtuellen Maschine abgeschlossen.
    • Im anschließenden und letzten Dialog vor dem Start der Installation von Mac OS wird nach dem Speicherort der neuen virtuellen Maschine gefragt. Auch hier kann der Standard-Wert übernommen werden.
    • Nun startet der eigentliche Installationsvorgang von Mac OS Mountain Lion in eine virtuelle Maschine. VO im Hostsystem sollte gestoppt werden, damit während der Installation VoiceOver in der virtuellen Maschine genutzt werden kann, wie dies möglich ist, wurde oben beschrieben. Nach einiger Zeit meldet sich, wie üblich, der Installer und fordert per Sprachnachricht auf die gewünschte Systemsprache zu wählen. Nun kann mittels CMD + F5 VoiceOver in der virtuellen Maschine gestartet und die Installation, ganz normal wie auf einem Mac, durchgeführt und abgeschlossen und anschließend das System wie gewohnt verwendet werden.

    Geschafft, ein virtuelles Mac OS wurde installiert und steht zur Verwendung bereit!

    Fragen, Unklarheiten oder Bemerkungen?

    Bevor ich diese Beschreibung erstellt habe, war für mich die Virtualisierung von Mac OS auch Neuland. Deshalb kann es gut sein bzw. ist es ziemlich wahrscheinlich, dass manche Dinge einfacher oder anders gelöst werden könnten. Falls Fehler im Text vorhanden sind oder etwas schlecht, unverständlich oder falsch beschrieben wurde, bitte ich um Rückmeldung, damit ich diese Stellen im Text verbessern kann. Dasselbe gilt, wenn etwas wirklich unklar oder zu knapp ausgeführt ist. Verwendet z.B. einfach das Kontaktformular oder die Kommentarfunktion, um mir eine Nachricht zu senden.

    NVDA 2013.2 veröffentlicht

    NV Access hat die Version 2013.2 des kostenlosen Screenreaders NVDA für Windows veröffentlicht. Die neue Version des freien Bildschrimleseprogramms enthält 15 neue Features und mehr als 30 Bugfixes. Genauere Infos waren über die Webseite leider nicht herauszubekommen :-(.

    NVDA 2013. kann hier heruntergeladen werden.

    Initiative „WWW-Inklusive – Internet für alle!“ sucht Helfer!

    Allgemein

    für die Initiative „WWW-Inklusive – Internet für alle!“ werden noch künftige „Senioren-Technik-Botschafter“ gesucht!

    Diese Initiative der Interessengemeinschaft sehgeschädigter Computerbenutzer e.V.– ISCB – (korporatives Mitglied des DBSV) wurde unter 77 Bewerbern im Rahmen der Bekanntmachung „Senioren-Technik-Botschafter – Wissensvermittlung von Älteren für Ältere zu neuen Informations- und Kommunikationstechnologien“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ausgewählt und ist damit eines der geförderten Projekte.

    Die ISCB sucht nun 25 Seniorinnen und Senioren, die sich mit Computer und Internet gut auskennen, ihr Wissen künftig an andere ältere Menschen mit Seheinschränkung weitergeben und an einem dreitägigen Vorbereitungsseminar im Zeitraum Januar bis April 2014 teilnehmen wollen.

    Außerdem sucht die ISCB ab Januar 2014 interessierte ältere blinde und sehbehinderte Menschen, die Unterstützung auf ihrem Weg ins Internet wünschen.

    Ziele

    Die Initiative will die Lebensqualität älterer Menschen mit Seheinschränkung verbessern und soll deren Berührungsängste mit dem Computer und der Internet-Technik abbauen. Sie sollen die Vorteile erkennen, die das Internet für Kommunikation und Information bietet. Interessierte Senioren sollen mit Hilfe der dafür nötigen Technik in die Internetnutzung einsteigen sowie
    diese schließlich individuell angepasst trainieren können.

    Mehr als 2 Millionen Senioren in Deutschland sind von altersbedingter Makula-Degeneration (AMD) betroffen. Durch die daraus resultierenden und bis zur Blindheit reichenden Beeinträchtigungen verstärken sich gerade diejenigen Defizite, die durch eine effektive Nutzung des Internets kompensiert oder aber in ihren Folgen zumindest deutlich vermindert werden können. Seniorinnen und Senioren mit Seheinschränkung sind oft weit über das altersspezifische Maß hinaus in ihrer Mobilität eingeschränkt. Gleichzeitig werden sie durch ihre Behinderung auch noch davon abgehalten, Medien zu nutzen, die den Folgen des Mobilitätsverlustes entgegen wirken. Zeitung lesen und postalische Korrespondenz, ja sogar das Fernsehen werden schwierig oder unmöglich.

    Das Internet erscheint hier wie ein idealer Ausweg. Wer es zu nutzen weiß, erhält alle verfügbaren Informationen, auch in akustischer Form, ohne seinen gewohnten Lebensraum verlassen zu müssen, und kann eine Vielzahl praktischer Lebenshilfen erhalten und nutzen. Die Erfahrung zeigt, dass blinde und sehbehinderte Senioren, die an die Nutzung des Internets heran geführt worden sind, dieses weitaus intensiver nutzen als Senioren ohne Sehbehinderung.

    Da die Botschafter ihre Motivation für die Teilnahme am Projekt aus ihrer eigenen Begeisterung für die Internetnutzung beziehen und auch alle selbst von einer Seheinschränkung betroffen sind, fällt ihnen eine Motivierung leicht. Die Teilnehmer der von den Botschaftern angebotenen Schulungen erleben vom ersten Moment an, dass „einer von ihnen“ es geschafft hat, seine Lebensqualität durch Internet-Nutzung deutlich zu verbessern.

    Tätigkeit der Botschafter

    Nach ihrer Unterweisung gehen die Senioren-Technik-Botschafter auf die potentiellen Teilnehmer zu. Schulungen können stattfinden:

    • In Senioren-Wohneinrichtungen,
    • in den Tagungsräumen von AMD-Kreisen,
    • in Beratungsstellen von Senioren- oder Sehbehinderten-Organisationen,
    • in Ihren privaten Räumen oder denen einzelner Teilnehmer,
    • in Gemeindezentren,
    • in Vereinshäusern oder
    • in geeigneten Räumen von Cafés und Gaststätten, die von Gruppentreffs her bekannt sind.

    Die Senioren-Technik-Botschafter vermitteln das Wissen idealerweise in einer Mischung aus erläuterndem Vortrag, aus Erfahrungsaustausch und vor allem aus gemeinsamen praktischen Übungen. Die Schulungen sind zwar grundsätzlich auf eine vorgegebene Dauer angelegt, es gilt allerdings auch hier das Prinzip der flexiblen Anpassung der Durchführung an die Bedürfnisse der Teilnehmer jeder einzelnen Schulung.

    Bei jeder Schulung wird ein Basisinhalt als Mindeststandard festgelegt (z.B. finden und aufrufen von Internetseiten, herunterladen von Informationen, empfangen und versenden von E-Mails mit und ohne Anhängen, erstellen und nutzen von Adressverzeichnissen, Kalendern und Lesezeichen etc.). Dieser allgemeine Inhalt wird durch spezifische regionale Inhalte konkretisiert (z.B. anlegen eines Lesezeichen-Verzeichnisses mit den relevanten Service- und Informationsseiten der jeweiligen Stadtverwaltungen und Seniorenbüros, der wichtigen lokalen Kulturbetriebe oder der Anbieter zielgruppenspezifischer Produkte und Dienstleistungen) und schließlich durch individuelle Inhalte ergänzt (z. B. erstellen eines ersten persönlichen e-Mail-Verteilers mit allen Kursteilnehmern).

    Persönliche Voraussetzungen

    Personen, die sich gerne zum Senioren-Technik-Botschafter ausbilden lassen und anderen Betroffenen den Weg ins Internet weisen wollen, müssen das 60. Lebensjahr vollendet haben, sehbehindert oder Blind sein und über fundierte Computer-Kenntnisse verfügen.

    Die dreitägige Unterweisung findet im Aura-Zentrum Bad Meinberg statt und soll die Botschafter in die Lage versetzen,
    – geeignete Schulungsorte zu akquirieren, – altersgerechte Lern-Methoden einzusetzen und – die Schulungsrechner zu bedienen, die mit dem Betriebssystem Windows 7 und den Tools „Desktop Zoom“ (Vergrößerung) und NVDA (Screen Reader) ausgerüstet sind.

    Ansprechpartner

    Interessenten, die die genannten Voraussetzungen erfüllen, melden sich bitte per Mail oder per Telefon bei Ulrich Hanke, dem zweiten Vorsitzenden und Projektleiter der ISCB.

    E-Mail: 2.vorsitzender@iscb.de
    Tel. 04131-157095